Wenn Gespräche immer öfter im Streit enden. Wenn Sie sich unverstanden oder alleine fühlen in der Beziehung. Wenn das, was einmal selbstverständlich war, schwer geworden ist.
Beziehung muss nicht Kampf bedeuten – und Paartherapie ist kein Zeichen, dass etwas „kaputt" ist. Manchmal ist sie einfach der Moment, in dem zwei Menschen beschließen, ihrer Beziehung noch einmal gemeinsam Aufmerksamkeit zu schenken.
Paartherapie ist kein letzter Ausweg. Oft ist es hilfreich, rechtzeitig einen Rahmen zu schaffen, in dem man miteinander hinschauen kann – bevor die Fronten ganz verhärtet sind. Vielleicht finden Sie sich in einer dieser Situationen wieder:
„Paartherapie entscheidet nicht, ob ein Paar zusammenbleibt. Sie schafft einen Rahmen, in dem beide hinschauen können, was gerade los ist – und gemeinsam klarer werden, wohin sie wollen."
— Mag. Axel Mai
Ein systemischer Blick geht davon aus, dass ein Paar gemeinsam eine Dynamik erzeugt – und dass sich dieses Miteinander verändern lässt, wenn beide Partner:innen dazu bereit sind. Die Frage ist dann nicht: Wer hat angefangen? Wer ist schuld? Sondern: Was passiert zwischen uns – und was bräuchten wir, damit es anders gehen kann?
Paartherapie ist mehr als Kommunikationstraining. Wir arbeiten auf mehreren Ebenen:
Welche Muster und Rollen haben sich entwickelt? Was tragen beide Partner:innen zu diesen Mustern bei – und welche Bedürfnisse, Loyalitäten oder Geschichten stehen dahinter? Oft haben wiederkehrende Konflikte tiefere Wurzeln als den letzten Streit.
Wir schaffen einen Rahmen, in dem beide wirklich zu Wort kommen – auch bei Themen, die sonst schnell eskalieren. Manchmal geht es darum, Dinge zum ersten Mal ruhig auszusprechen. Manchmal darum, einander wieder neu zuzuhören.
Wenn Konflikte festgefahren sind, reicht das Reden allein oft nicht. Dann können erfahrungsorientierte Übungen helfen, neue Perspektiven auf die Beziehung zu gewinnen – nicht nur gedanklich, sondern auch spürbar.
Beide Partner:innen kommen gemeinsam zum Kennenlernen. Ich höre zu, stelle Fragen, erkläre meinen Ansatz. Beide bekommen gleich viel Raum. Am Ende entscheiden Sie gemeinsam, ob Sie weitermachen möchten.
In den folgenden Sitzungen schauen wir auf die Dynamiken Ihrer Beziehung: Wo entstehen die Eskalationen? Was läuft gut und wird vielleicht übersehen? Was braucht jede:r von Ihnen, was vielleicht gerade zu kurz kommt?
Aus dem Verstehen heraus entstehen neue Wege: andere Gesprächsformen, ein veränderter Umgang mit Konflikten, Klarheit über Werte, Wünsche und Grenzen. Und wenn sich zeigt, dass grundlegende Fragen offen sind – etwa zur gemeinsamen Zukunft – begleite ich Sie auch durch diese Klärung, in welche Richtung sie auch führt.
Das ist häufiger, als man denkt. Manchmal hilft es, wenn die:der interessierte Partner:in zunächst ein oder zwei Einzelgespräche führt, um Orientierung zu bekommen – und manchmal wächst daraus die Bereitschaft beider. Wenn die:der andere dauerhaft nicht kommen will, ist Einzeltherapie möglich, bringt aber natürlich etwas anderes als Paartherapie. Ich schlage dann oft vor, das erste Gespräch allein zu führen und danach gemeinsam zu überlegen, welche Form sinnvoll ist.
Nein. Diese Entscheidung gehört Ihnen, nicht mir. Meine Aufgabe ist, einen Rahmen zu schaffen, in dem Sie beide klarer sehen, was gerade los ist, was Sie brauchen und was möglich ist. Ob Sie daraus mehr Nähe, eine veränderte Beziehung oder eine gut begleitete Trennung machen, entscheiden Sie. Paartherapie ist ergebnisoffen – und das meine ich ernst.
Gerade dann. Wenn Sie seit Jahren in demselben Muster hängen, bedeutet das in der Regel: Das Muster hat sich verselbständigt, es läuft ab, ohne dass es bewusst gesteuert würde. Genau solche verfestigten Dynamiken sind der klassische Anlass für Paartherapie. Ob und was sich bewegen lässt, hängt von vielen Faktoren ab – aber die Dauer des Problems allein ist keine Ausschlussbedingung.
Ein Paar-Erstgespräch dauert 90 Minuten und kostet €240. Das längere Format ist wichtig, damit beide ausreichend Raum bekommen, Sie mich und meinen Ansatz kennenlernen können und wir gemeinsam entscheiden, ob und wie wir weiterarbeiten.
Das ist sehr unterschiedlich. Manche Paare kommen mit einem klar umrissenen Thema und lösen es in 5–10 Sitzungen. Andere arbeiten über Monate an tiefer sitzenden Dynamiken. Wir sprechen nach den ersten zwei bis drei Sitzungen offen darüber, was realistisch ist und wohin die Reise geht.
Wenn es körperliche Gewalt gibt – oder eine Atmosphäre der Angst, in der ein:e Partner:in sich nicht sicher äußern kann – ist klassische Paartherapie nicht das richtige Format. In solchen Situationen brauchen beide Partner:innen zunächst getrennte, eigene Räume. Ich vermittle dann gerne an spezialisierte Beratungsstellen und kann – wenn die Situation stabil ist – später eventuell wieder Teil der Begleitung werden.
Paartherapie ist in der Regel ein Raum für Sie beide. Wenn es im Verlauf um Themen geht, bei denen auch Kinder eine Rolle spielen, können wir darüber sprechen, ob zusätzliche Familiengespräche sinnvoll sind. Ich bin auch als Familientherapeut ausgebildet und kann das entsprechende Setting anbieten.
Ersttermin meist innerhalb von 7 Tagen. Online oder in einer meiner beiden Praxen in Wien.
Verantwortlicher: Mag. Axel Mai · Psychotherapeut · Bösendorferstraße 5/10, 1010 Wien · office@axelmai.at
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