Viele Menschen kommen nicht wegen der Diagnose zu mir – sondern wegen allem, was die Diagnose endlich erklärt. Jahrelange Erschöpfung, das Gefühl nie wirklich anzukommen, Selbstzweifel trotz offensichtlicher Stärken.
Ob Sie gerade mit 20 oder mit 50 von Ihrer ADHS erfahren haben – in der Therapie schauen wir gemeinsam, was das für Ihr Leben bedeutet und was jetzt möglich wird.
Nicht laut, nicht hyperaktiv, nicht „das klassische ADHS-Kind". Viele Erwachsene mit ADHS oder ADS haben jahrelang funktioniert – auf Kosten enormer innerer Anstrengung.
Wenn Sie sich in mehreren dieser Punkte wiederfinden – egal ob Sie schon eine Diagnose haben oder noch nicht – kann ein Gespräch helfen, Klarheit zu gewinnen.
„Viele meiner Klient:innen mit ADHS kommen nicht wegen der Diagnose zu mir – sondern wegen allem, was sie damit verstehen, warum so vieles in ihrem Leben so war wie es war. Das ist oft der eigentliche Beginn."
— Mag. Axel MaiEine Spätdiagnose ist ein einschneidender Moment. Auf der einen Seite: Erleichterung. Endlich ein Name für das, was immer anders war. Auf der anderen Seite: Fragen. Trauer. Wut, manchmal.
ADHS ist keine Frage der Willenskraft. Und ADHS-Therapie ist kein Coaching mit Tipps zur Zeitplanung. Ich arbeite auf mehreren Ebenen gleichzeitig.
ADHS entfaltet sich immer in einem Kontext – Familie, Beruf, Beziehungen. Wir schauen, wie das System um Sie herum auf Ihre Art zu sein reagiert hat, und wie das Ihr Selbstbild geformt hat. Hypnosystemische Arbeit hilft, Zugang zu eigenen Ressourcen zu finden, die durch Erschöpfung und Selbstzweifel verdeckt wurden.
Viele Menschen mit ADHS tragen eine lange Geschichte von Misserfolgen, Kritik und dem Gefühl „nicht richtig" zu sein mit sich. Diese Erfahrungen können sich tief einschreiben. EMDR bietet einen Weg, sie zu verarbeiten – ohne alles in Worte fassen zu müssen.
Therapie muss in den echten Alltag passen. Online-Termine, flexible Planung, kurze Einheiten wenn nötig – wir finden eine Form, die zu Ihrem ADHS-Alltag passt, nicht gegen ihn arbeitet. Das gilt auch für die Inhalte: konkret, umsetzbar, auf Ihre Situation zugeschnitten.
Ich bin Mag. Axel Mai, Psychotherapeut in Wien. Ich arbeite mit Erwachsenen ab 18 Jahren – darunter viele, die erst spät erfahren haben, dass sie ADHS oder ADS haben.
Was mir in der Arbeit mit dieser Gruppe wichtig ist: Ich begegne ADHS nicht als Defizit, das behoben werden muss, sondern als eine bestimmte Art, in der Welt zu sein – mit echten Herausforderungen und echten Stärken.
Viele meiner Klient:innen berichten, dass sie sich zum ersten Mal wirklich verstanden gefühlt haben – nicht trotz ihres ADHS, sondern mit ihm.
Nein. Spätdiagnosen sind häufig – und Psychotherapie ist in jedem Alter sinnvoll. Für viele ist die Diagnose im Erwachsenenalter überhaupt erst der Beginn eines wichtigen Prozesses: zu verstehen, warum so vieles so war wie es war – und was jetzt möglich ist. Die Arbeit mit der eigenen Geschichte, mit Schamgefühlen und mit neuen Perspektiven auf die eigene Biografie ist etwas, das mit einer Spätdiagnose erst wirklich beginnen kann.
Ja. ADS (ohne Hyperaktivität) ist bei Erwachsenen – besonders bei Frauen – häufig lange unerkannt. Das Innenleben kann sehr laut sein, ohne dass das von außen sichtbar wird. Statt körperlicher Unruhe zeigt sich ADS oft als inneres Gedankenrasen, Rückzug, Erschöpfung oder das chronische Gefühl, anders zu sein. Wenn Sie sich in der Beschreibung von „klassischem ADHS" nicht wiederfinden, heißt das nicht, dass ADHS kein Thema ist.
Medikamente helfen bei der Symptomregulation – Konzentration, Impulsivität, innere Unruhe. Psychotherapie hilft dabei zu verstehen, was ADHS in Ihrem Leben angerichtet hat: in Ihrem Selbstbild, in Ihren Beziehungen, in den Überzeugungen, die Sie über sich selbst entwickelt haben. Die Kombination aus Medikation und Therapie ist in vielen Fällen wirksamer als eines allein.
ADHS und belastende Erfahrungen gehen häufig Hand in Hand. Wer jahrelang als „schwierig", „faul", „chaotisch" oder „nicht belastbar" galt, trägt oft tiefe Schamgefühle und ein negatives Selbstbild mit sich. Diese Erfahrungen können sich wie kleine – oder größere – Traumata einschreiben. EMDR bietet einen Weg, sie zu bearbeiten und zu verarbeiten, ohne dass man alles in Worte fassen muss. Oft ist das der entscheidende Schritt.
Nein. Sie brauchen weder eine Diagnose noch eine Überweisung. Wenn Sie das Gefühl haben, dass das Thema für Sie relevant ist – durch Eigenwahrnehmung, eine ärztliche Einschätzung oder einfach weil vieles auf der Seite auf Sie zutrifft – ist das Grund genug für ein Erstgespräch. Im Gespräch können wir gemeinsam einschätzen, ob und wie wir weiterarbeiten.
Ja – und das ist ein konkreter Teil des Problems, kein Hindernis für Therapie. Online-Sitzungen, digitale Terminerinnerungen, flexible Termingestaltung und ein pragmatischer Umgang mit dem, was ADHS im Alltag bedeutet: das alles gehört bei mir dazu. Therapie soll zu Ihrem Leben passen, nicht umgekehrt.
Das hängt davon ab, was Sie sich von der Therapie erhoffen. Für ein erstes Bild und konkrete Strategien reichen oft 8–12 Sitzungen. Wenn es um tiefere Prozesse geht – besonders nach einer Spätdiagnose mit langer Vorgeschichte – sind 20–40 Sitzungen realistischer. Nach den ersten Sitzungen können wir gemeinsam einschätzen, was sinnvoll ist.
Eine Einzelsitzung (50 Min.) kostet €120. Die gesetzliche Krankenkasse erstattet typischerweise €30–40 pro Sitzung nach Antrag. Private Zusatzversicherungen übernehmen oft 75–100 % der Kosten. Sozialtarife sind auf Anfrage möglich.
ADHS und ADS treten selten allein auf. Viele meiner Klient:innen bringen mehrere Themen mit – das ist normal und gehört zur Arbeit dazu.
Kein Vorabformular, keine lange Wartezeit. Ein erstes Gespräch reicht, um zu spüren, ob wir miteinander arbeiten können.
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Verantwortlicher: Mag. Axel Mai · Psychotherapeut · Bösendorferstraße 5/10, 1010 Wien · office@axelmai.at
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