Psychotherapeut Wien · EMDR & Traumatherapie

Angst, Trauma und EMDR-Therapie in Wien

Wenn belastende Erinnerungen oder Ängste Sie nicht mehr loslassen, kann EMDR helfen, das Erlebte auf eine schonende Weise zu bearbeiten. Sie müssen nichts detailliert schildern. Sie bestimmen das Tempo. Und Sie behalten jederzeit die Kontrolle.

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Wenn Ängste oder Erinnerungen den Alltag belasten

Ängste und Traumafolgen zeigen sich bei jedem Menschen anders. Es braucht dafür kein „großes" Ereignis – jede Belastung, die Ihr Leben einschränkt, verdient Aufmerksamkeit. Vielleicht finden Sie sich in einem oder mehreren dieser Punkte wieder:

Wiederkehrende belastende Erinnerungen oder Bilder
Panikattacken oder plötzliche Angstreaktionen
Schlafstörungen, Albträume
Überwältigende Angst in bestimmten Situationen
Emotionale Taubheit oder Überreizung
Schreckhaftigkeit, andauernde Anspannung
Das Gefühl, „nicht ganz da" zu sein (Dissoziation)
Vermeidungsverhalten, das Ihren Handlungsspielraum einschränkt

Was ist EMDR – und wie arbeitet es?

EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing. Es ist eine traumatherapeutische Methode, die seit den späten 1980er Jahren entwickelt wurde und heute zu den am besten erforschten Verfahren in der Traumabehandlung zählt. Die WHO empfiehlt EMDR in ihren Behandlungsleitlinien für posttraumatische Belastungsstörungen.

Die Grundidee

Belastende Erfahrungen können so im Gedächtnis gespeichert werden, dass sie mit all ihren Empfindungen, Bildern und Gefühlen präsent bleiben – als wären sie noch aktuell. EMDR unterstützt das Gehirn dabei, diese Erinnerungen in einen natürlichen Verarbeitungsprozess zu bringen. Dabei werden mit Hilfe geführter Augenbewegungen oder anderer bilateraler Stimulation beide Gehirnhälften angesprochen.

Was sich dabei oft verändert: Die Erinnerung bleibt, aber sie verliert an Schärfe und emotionaler Ladung. Sie wird Teil Ihrer Lebensgeschichte – statt Sie immer wieder einzuholen.

Was EMDR besonders macht

  • Kein detailliertes Schildern des Erlebten nötig
  • Sie behalten jederzeit die volle Kontrolle
  • In internationalen Leitlinien für PTBS-Behandlung etabliert
  • Auch im Online-Setting gut durchführbar
  • Wird neben Trauma u. a. bei Ängsten und Phobien eingesetzt

„Ein zentrales Prinzip meiner Arbeit: Sie bestimmen, womit wir arbeiten und wie weit wir gehen. Bei EMDR wie in der hypnosystemischen Therapie gilt – Veränderung entsteht dort, wo sich jemand sicher genug fühlt, um sie zuzulassen."

— Mag. Axel Mai
Mag. Axel Mai – EMDR-Europe zertifizierter Psychotherapeut Wien

Mag. Axel Mai

Psychotherapeut · EMDR-Europe zertifiziert · klinische Hypnose · systemische & hypnosystemische Therapie

Systemische Therapie (SFU Wien) EMDR-Europe zertifiziert Klinische Hypnose

Ich arbeite mit EMDR seit meiner Ausbildung – und schätze es gerade deshalb, weil es keine ausführlichen Schilderungen verlangt. Vieles, was als Angst oder Überforderung im Alltag erscheint, hat Wurzeln in früheren Erlebnissen, die noch nicht vollständig verarbeitet sind. Das ist keine Schwäche – das ist, wie das Gehirn unter Belastung funktioniert.

Mein Ansatz verbindet EMDR mit systemischer und hypnosystemischer Arbeit. Das Tempo und die Tiefe bestimmen Sie. Meine Aufgabe ist, einen Rahmen zu halten, in dem sich Verarbeitung entfalten kann – ohne Druck.

Ängste verstehen – und Handlungsspielräume erweitern

Angst ist zunächst eine sinnvolle Schutzreaktion. Sie wird dann zu einem Problem, wenn sie sich verselbstständigt, sich auf Bereiche ausdehnt, in denen sie nicht mehr passt, oder den Alltag einschränkt.

Generalisierte Ängste

Wenn eine diffuse Anspannung oder die Erwartung, dass etwas Schlimmes passieren könnte, dauerhaft präsent ist – auch ohne erkennbaren Auslöser. In der Therapie schauen wir, was diese Alarmbereitschaft nährt und wo sie Wurzeln hat.

Panikattacken

Das plötzliche Auftauchen von Herzrasen, Atemnot, manchmal Todesangst – scheinbar aus dem Nichts. Panikattacken sind therapeutisch gut bearbeitbar. Oft geht es darum, die Bedeutung der Panik zu verstehen und dem Nervensystem einen neuen Umgang mit den Körperreaktionen zu ermöglichen.

Phobien und soziale Ängste

Ob Flugangst, Höhenangst, soziale Unsicherheit oder spezifische Phobien – mit EMDR, klinischer Hypnose und hypnosystemischen Techniken lassen sich die zugrunde liegenden emotionalen Muster oft nachhaltig verändern.

Wie eine Therapie mit EMDR aufgebaut ist

EMDR wird nicht gleich zu Beginn eingesetzt. Wichtig ist zunächst, dass wir einander kennenlernen, ich Ihre Situation verstehe und wir gemeinsam einschätzen, ob EMDR der passende Weg ist.

1

Stabilisierung und Sicherheit

Am Anfang steht der sichere Rahmen. Sie lernen Stabilisierungs- und Ressourcenübungen, die Sie jederzeit einsetzen können – damit Sie nicht vom Prozess überrascht werden, sondern ihn führen.

2

Verarbeitung

Wenn Stabilisierung tragfähig ist, arbeiten wir mit den belastenden Erinnerungen oder Angstreaktionen. Sie bestimmen das Tempo. Sie müssen nichts detailliert schildern, wenn Sie das nicht möchten.

3

Integration

Was sich verändert hat, wird in Ihr Lebens- und Selbstbild integriert. Wir stärken Ressourcen und schauen, wie die Veränderungen im Alltag tragfähig werden.

Ein Hinweis zur Ehrlichkeit: Bei klar umgrenzten Belastungen – etwa einem einzelnen Ereignis – kann EMDR manchmal in wenigen Sitzungen spürbare Erleichterung bringen. Bei länger zurückliegenden, wiederholten oder sehr frühen Belastungen ist der Prozess in der Regel mehrschichtig und dauert länger. Was in Ihrer Situation sinnvoll ist, besprechen wir realistisch.

EMDR Wien – Ihre Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einer „normalen" Angsttherapie und EMDR?

Klassische Angsttherapie arbeitet überwiegend über Sprache und Denken: Ängste verstehen, Auslöser identifizieren, Verhaltensalternativen entwickeln. Das hilft oft, stößt aber manchmal an Grenzen – nämlich dort, wo Angst nicht (nur) kognitiv entstanden ist, sondern im Nervensystem gespeichert liegt. EMDR setzt auf dieser neurobiologischen Ebene an und nutzt bilaterale Stimulation, um Verarbeitungsprozesse anzustoßen, die über reines Reden schwer erreichbar sind. In meiner Praxis kombiniere ich oft beide Zugänge.

Muss ich mich für EMDR an das belastende Ereignis erinnern?

Nein – und das überrascht viele. EMDR kann auch mit Situationen arbeiten, die nur fragmentarisch, bildhaft oder körperlich erinnert sind. Sie müssen das Erlebte nicht detailliert schildern; die Methode arbeitet mit dem, was Sie bereitstellen können. Das macht EMDR besonders bei frühen oder verdrängten Erfahrungen brauchbar.

Ist EMDR auch für Kinder und Jugendliche geeignet?

Ja, EMDR ist für Kinder und Jugendliche gut adaptierbar und wird international eingesetzt. In meiner eigenen Praxis arbeite ich überwiegend mit Erwachsenen und jungen Erwachsenen. Für Kinder unter zwölf Jahren vermittle ich gerne an Kolleg:innen mit kindertherapeutischer Spezialisierung.

Gibt es Nebenwirkungen von EMDR?

EMDR ist eine eingreifende Methode, die emotionale Prozesse in Gang bringt. Unmittelbar nach Sitzungen können Müdigkeit, lebhafte Träume oder vorübergehend verstärkte Gefühle auftreten – ein Zeichen, dass Verarbeitung stattfindet, meist klingt es innerhalb von ein bis drei Tagen ab. Deshalb ist die gute Stabilisierung vor der eigentlichen EMDR-Arbeit und das bewusste Beenden jeder Sitzung in einem regulierten Zustand nicht optional.

Für welche Themen ist EMDR nicht geeignet?

EMDR ist nicht das erste Mittel der Wahl bei akuten Krisen, schweren dissoziativen Störungen ohne ausreichende Stabilisierung, akuter Suizidalität oder bestimmten psychotischen Zuständen. Auch bei komplexem Trauma braucht es eine ausgedehnte Stabilisierungsphase, bevor eigentliche Verarbeitungsarbeit sinnvoll ist. Im Erstgespräch besprechen wir gemeinsam, was in Ihrer Situation passt.

Wie viele Sitzungen braucht es, bis etwas „wirkt"?

Das hängt davon ab, ob wir mit einem klar umgrenzten Ereignis oder mit länger zurückliegenden, komplexen Belastungen arbeiten. Bei einem klar abgrenzbaren Auslöser kann EMDR manchmal innerhalb weniger Sitzungen spürbar entlasten. Bei komplexeren Lagen ist der Prozess länger und mehrschichtig – oft Monate bis Jahre, mit verschiedenen Phasen.

Ist EMDR auch online möglich?

Bei klar umgrenzten Themen und mit stabilen Klient:innen: ja. Ich arbeite dann mit angeleitetem Tapping oder visuellen Stimuli auf dem Bildschirm. Für komplexe oder stark aktivierende Themen – und insbesondere bei Dissoziationsneigung – empfehle ich das Präsenz-Setting. Welches Format passt, klären wir im Erstgespräch.

Panikattacken – muss ich Medikamente nehmen?

Das ist eine Frage, die Ihre Hausärzt:in oder ein:e Psychiater:in beantwortet, nicht ich. Was ich sagen kann: Psychotherapie bei Panikattacken ist sehr gut etabliert, und viele Menschen erreichen damit eine deutliche Entlastung, auch ohne oder mit reduzierter Medikation. In akuten Phasen kann Medikation sinnvoll sein – das ist keine Entweder-oder-Frage.

Ein Gespräch – unverbindlich, vertraulich.

Wir prüfen gemeinsam, ob und wie EMDR für Sie sinnvoll ist. Ersttermin meist innerhalb von 7 Tagen.

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